Donnerstag, 10. Mai 2012

Taferner geht, wer kommt?

Benjamin Taferner
Grünau hat es derzeit alles andere als einfach. Als Topanwärter auf den Titel gestartet, hinkten die Flachgauer der Tabellenspitze hinterher. Nun kam es binnen einer Woche knüppeldick. Das Heim-0:0 gegen Leogang nahm der Pessler Elf beinahe jede Chance auf den Titel. Wenige Tage später knipste Austria Salzburg den Grün-Weißen die Lichter im Landescup aus - 5:0. Das war aber noch längst nicht alles.
  
Die Planungen des Tabellenfünften galten natürlich eher der Regionalliga West. Da der Sprung dorthin missglückt ist, dürfte der ein oder andere Transfer vom Tisch sein. Warum sollte Anifs Jasmin Celebic nun zum Verein wechseln, wo er doch schon im Winter absagte? Ebenfalls im Winter knüpfte Westligist Austria Salzburg Kontakte mit Benjamin Taferner. Der Ex-SAKler und Stier-Topscorer, der mit Trainer Pessler im Sommer gekommen war, befand sich bereits auf dem Sprung zu den Violetten. "Die Austria hat uns etliche Spieler im Tausch angeboten"; erzählt René Pessler. Letztlich einigten sich beide auf die Formel: Wenn der Aufstieg nicht gelingt, wechselt Taferner im Sommer. So geschieht es nun auch. "Jetzt kann ich es ja bestätigen", meint Pessler lapidar. Ob der 19-jährige dem Team fehlen wird? "Natürlich, aber ich sehe es aus Sicht des Spielers. Er hat nun eine große Chance."
  
Weitere Kandidaten, die vor dem Absprung stehen, gibt es natürlich auch. Michael Geier wird nach Wien ziehen. Andreas Santner wird mit der Abendmatura beginnen und maximal ein Thema für die 1b sein. Bei Michael Prötsch steht die Entscheidung noch aus. Der 19-jährige bastelt dieser Tage an seinem Maturabaschluss. Ein Angebot für eine Ausbildung zum Physiotherapeuten würde den Defensivmann nach Wien locken. "Die Chancen stehen 50-50", so die Einschätzung des Trainers.
   
Die Planungen gehen aber auch weiter. Die Abgänge von Fatih Yüksel und Jasmin Hamidovic sind längst nicht kompensiert. "Wir werden uns umsehen und wahlweise junge Spieler verpflichten, die in der Salzburger Liga spielen wollen", erklärt Pessler. Ein heißer Kandidat wäre jedenfalls St. Johann-Keeper Florian Kreuzwirth. Coach Schaupper wollte ihn bereits, als er noch Grünau trainierte. Die Verhandlungen mit dem gebürtigen Walser seien laut Pessler schon weitgediehen. "Er möchte sich aber natürlich anhören, welche Pläne Neo St. Johann Trainer Franz Aigner ab Sommer hat." Wirklich große Summen wollen die Grünauer in der kommenden Transferperiode laut eigenem Bekunden jedenfalls nicht ausgeben.
 
  
Quelle: fanreport.com / Foto: WSU12