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Mittwoch, 12. September 2012

Tagebuch eines Aufsteigers: Kampf-Sani

Tagebuch-Autor Rene Pessler vom SV Wals-Grünau freut sich in seinem neuesten Tagebucheintrag über die professionelle Arbeit im Verein, blickt auf das schwere Spiel gegen Anif und zeigt seine Künste als Notfalls-Sanitäter.

Regionalliga Aufsteiger SV Wals-Grünau tätigte in der vergangenen Woche eine wichtige Verpflichtung, abseits des grünen Rasens.

Ein Verein entwickelt sich weiter
Es ist soweit. Auch der SV Wals-Grünau hat jetzt seinen „Matthias Sammer“ in Person von Anton Schauper. Er ist zuständig für das „Herzstück“ des Vereins, nämlich die Kampfmannschaft, das Trainerteam sowie für den Nachwuchs. Anton wird ein ganz wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung des Vereines sein.

Weiterentwickelt haben sich auch einige Grünauer Spieler – zumindest gesundheitlich. Rene hatte in den letzten Wochen mit einigen verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen.

Zur Trainingswoche muss man erwähnen, dass der kranke Quirin und der verletzte Michi Prötsch wieder zum Mannschaftstraining dazu gestoßen sind. Leider musste Hannes Endletzberger (starke Migräne) für das kommende, wichtige Spiel gegen Andelsbuch w.o. geben.

Kampf-Sani greift ein
Das Highlight der Woche war für Rene und seine Mannschaft natürlich das Heimspiel gegen den direkten Tabellenkonkurrenten Andelsbuch. Die S24-Sportredaktion beobachtete unseren Tagebuchautor diesmal aus nächster Nähe. Beinahe hätten wir gemeinsam mit den Grünauern über einen Sieg jubeln dürfen.

Das Spiel gegen Andelsbuch verlief nicht nach Wunsch. Wir lagen 0:1 hinten, weil wir uns in der ersten Halbzeit nicht auf die warmen Temperaturen einstellen konnten und daher nicht aggressiv genug waren. Dazu kam noch die blutende Verletzung von Hias Brunauer, die auf Grund des fehlenden Masseurs (Heiler), mein Co-Trainer Ti Hoang und ich verarzten mussten. Zum Glück waren Ti und ich beim Bundesheer Sanitäter (Kampf-Sani) und hatten die Wunde schnell zusammen „genäht“ und verbunden.

In der zweiten Halbzeit hatten wir endlich alles im Griff und schossen auch verdient den Ausgleich. Mit ein Bisschen mehr Glück, hätten wir die notwendigen drei Punkte eingefahren, aber……!!

Tagebuch-Autor “schindet” die Kids
Neben seiner Tätigkeit als Tagebuch-Autor, Sani und Trainer seiner Kampfmannschaft, hat der Familienvater eine neue Aufgabe gefunden.

Endlich startet wieder das Bambini-Training in Grünau. Geleitet wurde das Training von Günther Codalonga und mir – diesmal zusätzlich unterstützt von Dusan Pavlovic sowie Patrick Greil. Es waren 20 Kinder zwischen vier und sechs Jahren dabei. Nach den Medizinbällen waren es nur noch 10 Kinder, was das Arbeiten erleichterte. Es machte super viel Spaß mit den Kleinen zu arbeiten und Patrick (Jahrgang. 96) konnte sich auch super in die kleinen hinein versetzen, weil es ja noch gar nicht so lange her ist, als er noch selbst ein Bambini war.

Harte Nuss: FC Anif
Auf den Spaß beim Bambini-Training folgt am Freitag der Ernst der Meisterschaft. Zusätzlich zum starken Gegner (FC Anif) kommen auch noch die Strapazen der weiten Anreise. Laut Google-Maps sind es 13,9 Kilometer.

Diese Woche beginnt für mich als Kampfmannschaftstrainer super, weil die Verletzten Endletzberger und Pavlovic wieder ins Training eingestiegen sind. Jetzt fehlt nur noch unser torgefährlicher Erlacher. Unser nächster Gegner wird sicherlich wieder eine verdammt harte Nuss. Wir spielen gegen Anif, die einige Jungprofi-Spieler haben und daher öfters trainieren können als wir. Aber wir werden wie immer alles daran setzen, damit wir unsere bestmögliche Leistung abrufen können.

Die Anifer stehen momentan auf Platz sechs in der Regionalliga West und machten in den letzten Wochen einen guten Eindruck. Gespielt wird am Freitag 17:15 Uhr in Anif. Die SALZBURG24-Sportredaktion ist natürlich wieder vor Ort um kein Highlight zu verpassen. Das „Tagebuch eines Aufsteigers“ von Rene Pessler gibt’s dann wieder am Mittwoch, mit seinen Einschätzungen vom Spiel.

Quelle: salzburg24.at (Oliver Klamminger) / Foto: Rene Pessler

Mittwoch, 5. September 2012

Tagebuch eines Aufsteigers: Das Spiel der Spiele

Der Wille seiner Mannschaft stimmt
SVG-Trainer Rene  Pessler für die
nächsten  schweren Spiele positiv.
Noch nie war für Wals-Grünau-Trainer Rene Pessler sein Tagebuch so wichtig, wie in der vergangenen Woche. Es galt zwei Niederlagen und zahlreiche Verletzungen wegzustecken.

Also die letzte Woche war für uns nicht wirklich eine tolle Woche.
In seinem letzten Tagebuch-Eintrag berichtete Wals Grünau Trainer Rene Pessler über die gute Vorbereitung, auf das Landescup-Spiel gegen den SC Golling. Am Tag danach war der Ärger über das Ausscheiden natürlich groß. Erfreulich war die Rückkehr eines „verschollenen“ Spielers, der angeblich Spielpraxis mitbringt.

Zuerst haben wir ein Cup-Match aus der Hand gegeben, obwohl wir schon sehr früh 2:0 geführt hatten. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Dusan Pavlovic haben wir nicht nur Ihn verloren, sondern auch das Elfmeterschießen. Wir haben uns durch die Harte Spielweise der Hausherren und durch die kuriosen Schiedsrichterentscheidungen aus unserem Konzept bringen lassen, was einer Mannschaft wie Wals-Grünau nicht passieren dürfte. Dadurch haben wir uns die Chance entgehen lassen, um in den ÖFB-Cup zu kommen und gegen einen attraktiven Gegner zu spielen. Das einzig Positive an diesem Spiel war das Comeback von Quirin Söhnlein. Er war jetzt ein Jahr in Ghana bei Red Bull als Sportwissenschaftler tätig und hat angeblich in der dritten Liga gespielt.

Noch mehr schlechte Nachrichten
Doch nach der Cup-Pleite sollte es noch dicker kommen für Rene und einen seiner Schützlinge.
Am Donnerstag bekam ich die schlechte Nachricht, dass nicht nur Michi Prötschi, Romschi Erlacher sondern auch noch Dusan Pavlovic für längere Zeit ausfallen werden. Gerade für Dusan (EX-Austrianer) tut es mir leid, weil er jetzt nicht gegen seinen Ex-Club spielen kann.

Das Spiel der Spiele
Das Spiel gegen die Austria ist natürlich für jeden Verein im Salzburger-Unterhaus das Spiel der Spiele. Und genau so wurde noch die zwei Tage vorm Spiel trainiert. Der Kapitän „Poidl“ heizte die Truppe noch zusätzlich an, damit ja um jeden Zentimeter gefightet wird.
Kurz vorm Spiel konnte Sebastian „Rauti“ Rauter grünes Licht für‘s Spiel geben. Er hatte sich im Training das Knie geprellt und klagte über große Schmerzen. Aber für so ein wichtiges Spiel, kann man schon mal die Zähne zusammen beißen.

Platzwunden und Einsatz
Das Spiel lief so, wie wir es erwartet hatten. Die Austria hatte den Ball unter Kontrolle und wir die Austria. Erst ein Konter der Austria verhalf Ihnen zu einem Strafstoß und somit zum 1:0. Als in der zweiten Halbzeit eine Einzel-Aktion von Michael Perlak zum 2:0 führte, war die Partei entschieden. Auch weil wir in diesem Spiel nur sehr wenige offensiv Aktionen schafften. Nur nach einem Freistoß hatten wir kurz Hoffnung auf ein spannendes Finish, aber der Assistent auf der Linie zeigte bereits Abseits an, als der Ball im Netz zappelte. Grundsätzlich muss man sagen, dass wir gesehen haben wie eine Top-Mannschaft Fußball spielt und die Austria mehr als verdient gewonnen hat. Aber der Einsatz (Platzwunden von Heidlmayr und Ivic) und der Wille meiner Mannschaft stimmen mich positiv für die nächsten schweren Spiele.

Verbrüderung mit dem Feind
Eines muss ich noch zum Spiel gegen die Austria nachtragen. Ich bin kein Liebling der Schiedsrichter und es ist auch nicht mein Ziel, es zu werden. Ich kritisiere Sie auch sehr schnell und werde oft laut auf der Bank. Gegen die Austria hat ein gewisser Herr Maislinger gepfiffen und ich muss sagen, dass ich noch nie einen besseren und erfahreneren Schiedsrichter gesehen habe als ihn. Im Gegensatz zu anderen Kollegen, kann man mit ihm vernünftig sprechen und er nimmt sich auch die Zeit dafür. Echt menschlich.

Kopf hoch
Die neue Woche beginnt für Quirin Söhnlein mit einer Grippe (angeblich soll es in Ghana etwas wärmer sein als bei uns) und für Hannes Endletzberger mit starkem Kopfweh. Ich hoffe, Sie werden bald wieder fit und können mit der Mannschaft mittrainieren.
Am Samstag steht dann das Prestige-trächtige Spiel gegen den zweiten Aufsteiger Andelsbuch an. Ob Rene sich auch diesmal mit dem Schiedsrichter anfreundet und es in Grünau wieder drei Punkte zu feiern gibt, wird er uns am nächsten Mittwoch in seinem „Tagebuch eines Aufsteigers“ berichten. Außerdem wird ihn die S24-Sportredaktion diesmal genau beobachten.

Quelle: salzburg24.at (Oliver Klamminger) / Foto: WSU12

Mittwoch, 29. August 2012

Tagebuch eines Aufsteigers: Badetag

Mindestens 4 Wochen Pause für
Roman Erlacher 
Zu Beginn einer teilweise sehr erfolgreichen Woche schickte Rene Pessler, Tagebuch-Autor und Trainer vom SV Wals-Grünau seine Mannschaft baden. Im Gegensatz zum Landescup gingen sie dabei nicht unter.

Nach einer harten Trainingseinheit am Montag wurden die letzten zwei Spiele im Wasser verarbeitet. Da es bei uns in Wals-Grünau an nichts fehlt, gibt es natürlich auch einen kalten Baggersee zum Abkühlen. Und so schickte das Trainerteam die komplette Mannschaft nach dem Training zum Schwimmen. Bei einer Wassertemperatur von zirka 20° hatten nicht nur die kleineren Spieler so ihre liebe Not, an der Wasseroberfläche zu bleiben. Aber zum Glück ist Tobi Klein (alias der Lange) nicht nur sehr, sehr groß, sondern auch noch Rettungsschwimmer. Dank seiner Übersicht stand die gesamte Mannschaft am Dienstag wieder geschlossen auf dem Platz.

Nach der 1:3-Niederlage gegen Wattens stand für Rene erstmal psychologische Aufbau-Arbeit auf dem Programm.
Wir trainierten viermal sehr hart und konzentriert und führten viele Gespräche mit den Spielern. Die Stimmung war gut, aber man merkte die innerliche Anspannung der Spieler. Sie wollen nicht die Schießbude der Liga sein und allen beweisen, dass sie zu Recht in der RLW spielen.

Heimo Pfeifenberger zu Gast
Vor dem Heimspiel gegen Dornbirn bekamen die Spieler die Gelegenheit die Profis von Wiener Neustadt beim Training zu beobachten.
Das Team von Heimo Pfeifenberger trainiert immer wenn sie in der Nähe ein Spiel haben, auf unserer Anlage. Der Platz in Grünau ist dabei eine Art Glücksbringer für die Wiener. Nachdem sie bei uns waren, habe sie noch nie verloren. Außerdem ist immer etwas Besonderes, wenn man Profis bei der Arbeit zusehen darf.

Am Samstag stand dann das erwartet schwere Spiel gegen Dornbirn an. Ein Match das den 300 Grünauer Fans so einiges bot.
Wir haben gegen die robusten und zweikampfstarken Vorarlberger mit einer unangenehmen Spielweise gekontert. Wir waren zwar an diesem Tag vielleicht nicht die bessere Mannschaft, aber haben trotzdem verdient gewonnen, weil wir an diesem Tag einfach mehr wollten. Das kurioseste an diesem Spiel war, dass sich Romschi Erlacher nach seinem Siegestor das Trikot vom Körper riss (damit jeder seine Bauchmuskeln sieht) und sich dafür die Gelb-Rote Karte abholte. Der Preis für diesen Ausschluss muss erst noch verhandelt werden, weil Romschi auch der Kassier der Mannschaftskasse ist. Ob er sich bei dieser Aktion oder danach beim Feiern, den Ellbogen angebrochen hat, muss noch geklärt werden. Sicher ist nur, dass er jetzt für 4 Wochen einen Ganz-Arm-Gips tragen darf.

Der Ausfall von Erlacher schien sich schon im nächsten Pflichtspiel bemerkbar gemacht zu haben.
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und so mussten wir uns in dieser Woche wieder auf zwei Spiele konzentrieren. Zuerst ging‘s im Cup gegen Heimstarke Gollinger und danach zum Tabellenführer Austria Salzburg. 

Im Landescup setzte es dann am Dienstag eine bittere Niederlage im Elfmeterschießen. Die Mannschaft von Rene Pessler ging durch zwei schnelle Tore (9. Und 24.) in Führung, verspielte diese aber wieder. So stand es nach 90 Minuten 2:2 und das Elfmeterschießen musste entscheiden. Dort hatten die Gollinger die besseren Nerven und siegten mit 7:5.

Der Tabellenführer wartet
Vor dem Spiel gegen Tabellenführer Austria Salzburg muss sich die Pessler-Truppe wieder finden, immerhin geht’s im Hexenkessel der MyPhone Arena immer heiß her.
Wir hoffen nur, dass es kein Geisterspiel wird, weil ja gerade die Austria-Fans das Salz in der Suppe sind und wir uns schon auf die gute Stimmung freuen.

Alle Gedanken rund um das Spiel gibt’s natürlich wieder am Mittwoch in der nächsten Ausgabe von „Tagebuch eines Aufsteigers“.

Quelle: salzburg24.at (Oliver Klamminger) / Foto: WSU12

Mittwoch, 22. August 2012

Tagebuch eines Aufsteigers: Zweit-Job als Kellner

Tagebuch-Autor: Rene Pessler
Unser prominenter Tagebuch-Autor Rene Pessler hadert diese Woche mit vergebenen Elfmetern und zeigt uns seine verborgenen Talente als Aushilfskellner.

Zu Beginn der englischen Woche in der Regionalliga West setzte es für Aufsteiger Wals-Grünau eine herbe 4:6-Auswärtsniederlage gegen Wacker Innsbruck. Trotz einer 2:0-Frührung schafften es die Jungs von Trainer Rene Pessler nicht das Ergebnis über die Zeit zu retten. Vielleicht lag ihnen ja noch die gefrorene Torte im Magen.

Die Fahrt nach Innsbruck ging mit drei kleinen Bussen ziemlich zügig und alle freuten sich schon auf Kaffee und leckeren Kuchen bei einer Raststation. Obwohl wir uns am Vortag angekündigt hatten, ging nichts wie es hätte gehen sollen. Wir waren alle im ersten Stock und ein Kellner „versuchte“ uns zu bedienen. Aber leider war er etwas überfordert, so dass ich und mein Co-Trainer Ti die Bestellungen aufnahmen und den Kaffee servierten. Der Kellner brachte zwar den Kuchen, leider war dieser noch etwas gefroren und Romschi (Erlacher) konnte ihn kaum essen. Für das Wasser zum Kaffee und die Teller waren wieder wir zuständig. Ti und ich gingen ungezählte 100-mal die Treppe rauf und runter.

Ein Match wie ein Treppenlauf
Leider war das Spiel gegen die Innsbruck Amateure nicht anders und es ging rauf und runter. Wir verloren das Spiel nach einer 2:0-Führung noch 4:6. Nach dem Spiel ging es mit der Familie Pilaj (gute Innsbruck Kenntnisse) zu einem urigen Gasthof, wo wir nicht nur eine Stunde auf die Bestellung warten durften, sondern auch noch einen Tiroler Jodel-Abend über uns ergehen lassen mussten. Zwei Stunden später und mit brummendem Kopf konnten wir endlich die Heimreise antreten.

Gäste aus Tirol
Nach dem Spiel, ist vor dem Spiel. Schon am Samstag stand das schwere Heimspiel gegen Meister Wattens an. Die Vorbereitung für das Heimmatch gegen Wattens lief sehr gut und wir trainierten vorwiegend die defensive Ausrichtung der Standards für das kommende Match. Mein Co-Trainer und ich studierten das Video Wattens gegen den FC Liefering und gingen mit einem guten Gefühl in das Spiel. Wir besprachen vorm Spiel noch die Eckbälle (defensiv) und hatten eine genaue Zuteilung, wer was machen sollte. Leider bekamen wir dann schon nach 10 Minuten das 0:1 durch einen Eckball der Tiroler. Das Spiel endete 3:1 für Wattens, wobei wir einen Elfer (Pavlovic) verschossen. Aber gegen den Meister der letzten zwei Jahre kann man schon mal verlieren.

Probleme vom Punkt
Das Grünau nicht nur in der Kampfmannschaft ein Elferproblem hat, zeigte sich leider auch am Sonntag beim Spiel unserer 1B-Mannschaft gegen Oberndorf. Auch bei diesem Spiel verschossen wir durch Dominik Prötsch einen Elfer. Das Spiel endete leider 1:4 für Oberndorf.

Liebes Tagebuch: Wir blicken nach Vorne
Am Samstag steht wieder ein Heimspiel in Grünau auf dem Plan. Der Gegner ist der Tabellen Fünfte Dornbirn. Die Grünauer versuchten in der Vorbereitung bereits den „Kopf frei zu kriegen“. Fotos folgen. Neue Woche, Neues Spiel: Wir müssen jetzt die letzte Woche vergessen und uns auf das nächste Heimspiel am Samstag um 17.00 Uhr gegen Dornbirn konzentrieren. Einige Spieler haben das Sprichwort „ Erfolg ist Kopfsache“ zu wörtlich genommen und haben sich die Haare abschneiden lassen. Ob die Mädl´s drauf stehen, wird sich am Samstag beim Heimspiel zeigen.

Job-Wechsel?
Was das weibliche Publikum zur Kopf-frei-Taktik sagt, ob die Elfer diesmal ins Netz gehen und Rene wieder als Oberkellner aufläuft, erfahren wir am Mittwoch in der nächsten Ausgabe von „Tagebuch eines Aufsteigers“.

Quelle: salzburg24.at (Oliver Klamminger) / Foto: WSU12

Mittwoch, 15. August 2012

Tagebuch eines Aufsteigers: Liebesurlaub und falsches Navi

Rene Pessler trauerte den
vergebenen Chacen nach!!!
In seinem dritten Tagebucheintrag berichtet Wals-Grünau Trainer Rene Pessler über eine erfolgreiche Woche mit zwei Siegen und den Spaß am Tagebuch führen.

Wir wollen jetzt keinem Fan von SV Wals-Grünau einen Schreck einjagen, aber es könnte sein, dass euer Trainer bald den Beruf wechselt. Er hat nämlich eine neue Lieblingsbeschäftigung gefunden. 
Das Schreiben macht mir richtig Spaß, vielleicht schreib ich bald ein Buch.   

Orientierungsloser Cup-Erfolg
Es wäre aber schade wenn Rene jetzt unter die Autoren geht und den Fußball vernachlässigt. Denn immerhin haben er und seine Truppe eine überaus erfolgreiche Woche hinter sich. Los ging’s mit dem Cup-Erfolg gegen Maria Alm. Dabei war die Anreise die größte Hürde.
Nachdem Sadi Hamzic und Hias Brunauer nach der Arbeit in B´hofen abgefahren sind und die Bundesstraße Richtung Zell am See (und nicht übern Berg nach Dienten) gefahren sind, sind Sie erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn eingetroffen (super Navi).

Auch im Spiel schienen die Grünauer anfangs ein wenig orientierungslos zu sein. Der Beginn gehörte Maria Alm und Brunni (Dani Brunnauer) musste zweimal klären. Danach haben wir das Spiel in der Hand gehabt und zum Glück auch noch zweimal vor der Pause getroffen (Endletzberger aus kurzer Distanz unter die Latte und Brunauer Hias nach tollem Lochpass von Pilaj, 1:1 am Tormann vorbei und den Ball ins leere Tor geschoben). Nach der Pause vergaben wir zu viele Chancen auf das 3:0. Es fehlte uns Ilija (Ivic), wegen einer Hochzeit in Kroatien. Erst der laufstarke Pilaj entschied die Partie mit einem gefühlvollen Lupfer.

Nach dem Pflichtsieg konzentrierte sich die Mannschaft wieder auf den nächsten Auftritt in der Regionalliga. Die Vorbereitung auf das nächste Spiel (FC Hard) läuft sehr gut und beim Abschlusstraining sind auch wieder alle verletzten Spieler an Board.

Gut – besser – 2:0
Anscheinend war das Training wirklich perfekt, denn der SV Wals-Grünau holte gegen Hard den ersten Sieg der Saison. Nach dem 2:0-Heimsieg steht ganz Grünau Kopf.
Man merkte die Anspannung der Spieler vorm Spiel. Man sah schon in ihren Augen, dass Sie diesmal nicht nur gut Fußball spielen wollten, sondern auch unbedingt die drei Punkte holen. Der Beginn war zwar etwas zäh, aber nach einer Doppel-Chance von Hias Brunauer und Ilija Ivic (jeweils allein vorm Gästetormann) waren wir im Spiel und hatten den Gegner voll im Griff. Das 1:0 von Erlacher (Volleytor) kurz vor der Pause war dann die Erlösung. In der 2. Halbzeit wurde gut kombiniert und viele Chancen herausgespielt. Verwerten konnte Sie aber nur Philipp Heidlmayr. Der Freistoss von Pilaj landete genau auf Heidl´s Kopf und der versenkte den Ball unter die Latte. Danach wurden sehr gute Chancen von Ivic und Klein leichtfertig vergeben. Nach dem Schlusspfiff war die Stimmung in Grünau riesig. Die Mannschaft feierte mit unseren zahlreichen Fans den ersten 3er der noch jungen Saison.

Bei all dem Jubel musste Rene auch noch einen seiner Spieler überreden, seine Karriere nicht zu beenden. Der Poidl (Poldlehner Matthias) hat gesagt, dass er jetzt bis auf ein Regionalliga-Tor schon alles erreicht hat (einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage) und nach einem Tor aufhören könnte.
Uns liegen Informationen vor, dass Rene es geschafft hat ihn zum Weitermachen zu überreden. Die ersten Vorbereitungen auf die kommende Partie laufen an. Sollte Poldlehner gegen Innsbruck treffen, wird sich Rene aber wirklich ins Zeug legen müssen, ihn zum Bleiben zu bewegen. 

Englische Woche und Liebesurlaub
Die Englische Woche wird eingeläutet: Abschlusstraining für das Mittwoch-Spiel in Innsbruck (Amat.). Leider fährt Heidlmayr mit seiner Freundin nach Kroatien (fünf Tage Liebesurlaub) und wird uns am Mittwoch fehlen. Wie es uns ergangen ist, gegen die Wacker Amateure und Wattens (am Samstag) schreib ich nächste Woche, in meinem Tagebucheintrag Nummer vier.

Quelle: salzburg24.at (Oliver Klamminger) / Foto: WSU12

Mittwoch, 8. August 2012

Tagebuch eines Aufsteigers: „Der Schmäh läuft“

In seinem zweiten Tagebucheintrag berichtet Wals-Grünau Trainer Rene Pessler über die interne Spendenkassa und den guten Weg, auf dem sich seine Mannschaft befindet.

In dieser Woche hat sich bei Regionalliga-Aufsteiger SV Wals-Grünau einiges getan. Leider hat Rene nicht diese Woche nicht nur positive Einträge in seinem Tagebuch. Der Verein trauert um einen wichtigen Mann. 

 Trennung von 1B Trainer Jochen Schreier nach nur drei Wochen, aus beruflichen Gründen. Der Verein wird ihn vermissen. 

Guter Saisonauftakt
Viel positiver war natürlich der Einstand in die Liga. Mit dem 2:2-Unentschieden gegen die Altach Amateure haben nur wenige gerechnet. Wals-Grünau überrascht und das macht sich an der Stimmung im Team bemerkbar. 
 Stimmung der Mannschaft nach dem Auftaktpunkt gegen Altach ist sehr gut. Der Schmäh bei der „Höschi“ läuft. Abschlusstraining ohne die Verletzten Dusan Pavlovic und Michi Prötsch. Spielzüge für‘s Seekirchen-Match wurden einstudiert.
Anscheinend lief der Schmäh ein wenig zu gut. Aber die Undiszipliniertheiten erfreuen kranke Kinder. Freiwillige Spenden einiger Spieler (disziplinäre Maßnahmen) für‘s Diabetes-Sparschwein. Das Geld wird am Ende der Saison dem ÖDV für Kinderprojekte gespendet. 

Spiel dominiert – trotzdem verloren 
Trotzdem scheinen die trainierten Spielzüge angekommen zu sein. Im Spiel gegen Seekirchen ist Wals-Grünau eigentlich die tonangebende Mannschaft – muss sich jedoch mit 2:4 geschlagen geben. 
Wir haben den Ball und den Gegner in der ersten Hälfte klar beherrscht, sind aber doch nur mit einem 1:1 in die Pause gegangen. Leider haben wir in der zweiten Hälfte drei individuelle Fehler gemacht und so Seekirchen zum Tore schießen eingeladen. Hätten dieses Spiel eigentlich nie verlieren dürfen.
Trotz der Niederlage ist der Respekt vor den Gegner und der Regionalliga bei Coach Pessler groß. Es muss weiter an der Cleverness gearbeitet werden. Siehe Tagebucheintrag eins.

Sieg im Landescup
Wir gratulieren dem SV Seekirchen, weil sie bei diesem Spiel einfach ein bisschen cleverer waren. Ich bin aber trotzdem sehr stolz auf meine Mannschaft, weil wir eine Mannschaft die schon 10 Jahre in der Regionalliga spielt, so beherrscht und unter Druck gesetzt haben. Ich bin davon überzeugt, dass unser Weg der Richtige ist, weil wir wie das Wort Fußballspielen schon sagt, auch wirklich Fußball „spielen“ wollen.
Am Dienstag stand das Spiel im Salzburger Landescup gegen Maria Alm an. Wals-Grünau dominierte die Partie und siegte locker mit 3:0.
Gedanken zum Cup-Spiel und Regionalliga-Runde drei (Sa. 16 Uhr gegen Hard) gibt’s in meinem nächsten Tagebucheintrag. 

Rene Pessler, Trainer von Regionalligist SV Wals-Grünau gibt uns ständig Einblicke in sein Training, der Stimmung in der Mannschaft und alles was die Aufsteiger bewegt. Das Tagebuch erscheint regelmäßig am Mittwoch.

Quelle: salzburg24.at (Oliver Klamminger) / Foto: WSU12

Montag, 30. Juli 2012

Tagebuch eines Aufsteigers: Rene Pessler von Wals-Grünau

SALZBURG24 begleitet Rene Pessler, Trainer von RLW-Aufsteiger Wals-Grünau durch die gesamte Saison. In Form eines Tagebuchs wird er uns wöchentlich Insider-Infos und Kurioses berichten.


Liebes Tagebuch, heute habe ich … Nein, so fangen wir erst gar nicht an. In dieser wöchentlichen Kolumne gibt die SALZBURG24-Sportredaktion die Gedanken, Pläne und Insider-Infos von Wals-Grünau Trainer Rene Pessler wieder. Rene und wir stehen in ständigem Kontakt und wollen unseren Lesern damit auf humoristische Weise mehr Einblicke in die Geschehnisse rund um den Regionalliga Aufsteiger bieten. Wir haben uns bewusst für Pessler und Wals-Grünau entschieden, weil wir unseren Lesern näher bringen wollen mit welchen Überraschungen und Problemen ein Liga Neuling konfrontiert wird.


"Meine Jungs waren stehend K.O."
Nach einem ausführlichen und gemütlichen Kaffeetratsch am Montagvormittag mit Rene, gibt’s so Einiges zu erzählen. Hauptthema war natürlich das überraschende 2:2 am Wochenende zum Auftakt der Regionalliga gegen die Altach Amateure.

Nach der für uns kurzen und stressigen Transferzeit, fühlt sich das 2:2 natürlich super an. Vor allem weil wir zweimal in Rückstand geraten sind und dann in der 85. den Ausgleich geschafft haben. Aber meine Jungs waren nach der Partie stehend K.O.. Wir waren es schon von letzter Saison gewohnt immer ausgleichen zu müssen, das war also nichts Neues für uns. Wir freuen uns über den Punkt, aber heute beim Training muss ich die Jungs wieder auf den Boden holen – die nächste Aufgabe steht an.

"Seekirchen wird ein Kampf"
Nach dem Spiel ist bekanntlich vor dem Spiel (der Spruch kostet drei Euro für‘s Phrasenschwein), deshalb wollen wir den Blick auf die kommende Aufgabe, den SV Seekirchen werfen. Zur Info: Der SV Seekirchen musste in der ersten Runde eine empfindliche 2:5-Niederlage in Innsbruck hinnehmen.

Die erste Elf wird vermutlich gleich bleiben, ändern wird sich wahrscheinlich nur das System. Die Seekirchner müssen gegen uns gewinnen – das wird ein Kampf. Auf jeden Fall müssen wir lernen die taktische Disziplin besser umzusetzen. Meine Jungs müssen mit mehr List spielen. Das ist einer meiner drei wichtigen Punkte: Zeit, Raum und List. Ivic hat sich bei einem Freistoß von einem Altacher anschießen lassen und eine Gelbe kassiert. Wir selbst haben das in einer ähnlichen Situation versäumt. Das sind Dinge die mich ärgern - wir müssen cleverer werden.

"Groß denken um Großes zu erreichen"
Viele Beobachter der Regionalliga waren sicher über das Remis gegen Altach überrascht. Rene sieht das anders. Er kennt seine Mannschaft und hat immer höhere Ziele vor Augen.

Groß Denken, um Großes zu erreichen! Den Spruch hab ich mal in so einem schlauen Buch gelesen. Das ist auch das was ich meinen Spielern sage und so hat’s Herrman Maier gemacht, der war ja bekanntlich ganz erfolgreich. Meine Mannschaft hat am Samstag nach zweimaligem Rückstand enormen Charakter bewiesen und nie aufgegeben. Damit bin ich sehr zufrieden. Man kann nicht erwarten, dass es immer so gut läuft.

"Träumen ist immer gut"
Der Vormittag wird zum Mittag. Die Gesprächsthemen wechseln von Fußballergehältern, über Basketball und Ringen, um dann beim Thema Aufstieg und Nachwuchs-Kicker zu landen.

Es war nicht leicht für uns am Transfermarkt, dadurch dass wir erst am letzten Spieltag den Aufstieg geschafft haben. Unser Fehler war es zu spät zu reagieren, aber ehrlich gesagt haben wir gar nicht mehr damit gerechnet. Dann war ich auf Urlaub, was das Ganze nicht leichter gemacht hat. Aber den Ivic hab ich schon im Winter haben wollen – der hat schon mit 15 Jahren unter mir in der Red Bull Jugend gekickt. Ein genialer Techniker der sogar zu uns gekommen wäre, wenn wir den Aufstieg nicht geschafft hätten. Leider sind nicht alle Jungen so klug. Sie sehen das Geld und wechseln zu Vereinen wo sie dann nicht zum Spielen kommen. Wichtig ist auch das der Spieler vom Trainer aufgenommen wird. Ich sage meinen Spieler immer, dass sie die Bühne nutzen müssen und das Ziel nur ganz Oben sein kann. Träumen ist immer gut.

"Ich kann auch mal lustig sein"
Schon beim ersten Tagebuch-Eintrag von Rene hätten wir genug Material um über die Saison zu kommen. Wir wollen aber immer aktuelle Ereignisse dokumentieren und auch mal den Fußball im Abseits stehen lassen.

Man glaubt’s nicht, aber manchmal kann ich auch ganz lustig sein.
Doch, wir glauben das sofort und möchten schon mal mit einem Vorgeschmack auf die nächsten Einträge (ab nächster Woche immer am Mittwoch) einstimmen. So erfahrt ihr zum Beispiel warum ein S24-Redakteur den Spielern von Wals-Grünau Basketball-Nachhilfe gibt und von wem sich die Kicker immer montags auf die Matte legen lassen.

Quelle: salzburg24.at (Oliver Klamminger) / Foto: salzburg24.at