Von Constantini endeckt, bei Red Bull und Sturm Graz feingeschliffen - in Grünau will Ruprecht "groß" werden.
Der fußballerische Lebenslauf von Julian Baumgartlinger ist bekannt: In jungen Jahren besuchte der gebürtige Mattseer in den Ferien Didi Constantinis Fussball-Camp. Der Noch-Teamchef erkannte dessen Talent, legte dem heute 23-Jähtigen die Rutsche in die Nachwuchsabteilung von 1860 München. Heute ist Baumgartlinger Mainz Legionär und aktuell Salzburgs einziger Teamkicker.
Die sportliche Karriere des 16-jährigen Christopher Ruprecht nahm einen ähnlichen Anfang: Constantini Camp, Nachwuchs bei Austria Salzburg und Red Bull, ein "Studienjahr" bei Sturm Graz auf Teamchef-Anraten, danach eine weitere Saison bei den Roten Bullen.
Seit zwei Monaten hat der zentrale Mittelfeldspieler mit gut ausgeprägtem Torriecher seine Zelte bei Salzburgligist Wals-Grünau aufgeschlagen. Mit den großen Talenteschmieden von Red Bull und Sturm kann man Salzburg Grün-Weiße natürlich nicht vergleichen. Für den aufgeweckten Elixhausner stellt der ambitionierte Klub aber ein optimales Sprungbrett dar.
In der 1b (2. Klasse Nord B) sammelt Ruprecht Spielpraxis, ist mit zehn Volltreffern aus fünf Spielen erster in der Scorerliste. Als Mittelfeldakteur wohlgemerkt. In Rene Pesslers Kampfmannschaft nähert er sich sukzessive dem Erwachsenen-Fußball an. Bei gesamt 90 Einsatzminuten gegen Hallwang und Straßwalchen machte der Mario Götze-Fan schon gute Figur: "Ans Tempo muss ich mich noch gewöhnen. Aber es war bereits ganz ordentlich", schmunzelt Ruprecht, der klare Ziele hat: "Meister mit der 1b werden, Stammplatz in der Ersten erarbeiten und in die Westliga aufsteigen!"
Das traut Pessler dem grün-weißen Juwel locker zu: "Ehrgeizig, intelligent - er kann durchaus Erste Liga-Niveau erreichen!"
Quelle: Kronen Zeitung (Valentin Snobe) / Foto: Andreas Tröster
