Donnerstag, 15. September 2011

Grünau vs. Hallein oder was ist ein Thriller?

Eine spannende und brisante Partie endete mit einem Last-Minute-Sieg für die Pessler-Elf.

Hallein verlor nicht nur das Spiel, sondern auch Joker Nesa Nikolic. Die Gäste überließen den Grünauern das Spiel und warteten auf Fehler. Das machte sich bezahlt. Andreas Schachner nutzte einen Defensiv Lapsus der Hausherren zur frühen Halleiner Führung (6.). Die Pessler Mannen reagierten aber prompt. Roman Erlacher ließ nur fünf Minuten später den Ausgleich liegen, Samir Itul parierte seinen Kopfball aus fünf Metern. Trotzdem hatten die Hausherren Glück, nicht das 0:2 zu kassieren. Christian Feurstein scheiterte zwei Mal. Grünau machte weiterhin Druck und wurde schließlich belohnt. Ex Halleiner Manuel Neumayr verlängerte eine Freistoßflanke auf Benjamin Taferner, der ebenso per Kopf traf (34.). Bis zur Pause tat sich nicht mehr viel.

Die zweite Halbzeit begann und schon führte Grünau 2:1. Anstoß, Rückpass, Pressball und Alex Pilaj "rollte den Ball ganz überlegt ins lange Eck" (O-Ton René Pessler). Die Hausherren drängten nun auf die Vorentscheidung, kamen aber nicht dazu. Im Gegenteil: Hallein kam sogar zum Ausgleich. Nesa Nikolic mit der Spieleröffnung auf Schachner ("ein unglaublicher Diagonalpass" - O-Ton Gerhard Schimpl), Pass zu Feurstein, Querpass auf Höllbacher - 2:2 (70.) Es war bereits der sechste Treffer des Halleiner Topscorers. Die Gäste schwächten sich darauf aber selbst: Nikolic sah für eine rüde Attacke die rote Karte (74.). Hallein hielt weiter gut dagegen und hatte gar die Chance zum 3:2. Borislav Petrovics Kopfball ging aber knapp drüber. Das Glück war heute einfach auf Grünauer Seite. Fatih Yüksel hob nach einem Torwart-Fehler den Ball abgebrüht zum Siegtreffer ins Tor (89.).

Stimmen zum Spiel:
René Pessler (Trainer SV Wals-Grünau): "Endlich werden wir für unser Engagment belohnt. Die Schlussphase war ziemlich hektisch, Hallein hätte genauso gewinnen können. Sie sind aber sehr rass eingestiegen und haben sich den Ausschluss selbst zuzuschreiben."

Gerhard Schimpl (Trainer FC Hallein): "Es ist bitter, wenn man so verliert. Wir haben gekämpft wie die Löwen. Die Moral der Mannschaft ist absolut intakt. Wenn die Eigenfehler nicht wären, würden wir jetzt ganz wo anders stehen. Diese Fehler müssen wir in Zukunft vermeiden. Fußball ist einfach immer Kopfsache. Wir schaffen es derzeit leider nicht, die spielerische Qualität ins Spiel umzusetzen."

Quelle: fanreport.at