SV Grünau verlor wie erwartet bei der gestrigen STRUBA Sitzung des Salzburger Fußballverbandes die Punkte vom 3:0-Sieg gegen Kuchl. Grund: Die Grünauer hatten Michael Prötsch eingesetzt, der aber nicht auf dem Spielbericht stand. Die Kuchler legten daraufhin Protest ein und bekamen recht.Bei den Tennengauern hielt sich die Freude jedoch in Grenzen: „Sportlich war es trotzdem eine Katastrophe von unserer Mannschaft, wir müssen uns auf jeden Fall steigern", erklärt Kuchls Sportlicher Leiter Gernot Stefl, für den die Walser aufgrund der gezeigten Leistung weiterhin Titelfavorit Nummer eins sind: "Wenn sie so weiter spielen wie am Wochenende gegen uns, dann stehen sie am Ende sicher ganz oben."
Kein Verständnis - und auch kein Kitzbichler
Auf Unverständnis stößt in Kuchl der Grünauer Vorwurf der sportlichen Unfairness. "Sie sagen, sie hätten keinen Einspruch eingelegt, wenn sie selbst in einem Spiel so unterlegen gewesen wären. Aber wir haben nur auf unser Recht bestanden. Wir haben ja nicht ein 3:0 gefordert, sondern nur ein Urteil nach den SFV-Statuten", erklärt Stefl. Den Grünauern blieb zumindest eine Rückreihung bei Punktegleichheit erspart.
Aus Kuchler Sicht nicht sehr erfreulich war der Aufstieg von Red Bull Salzburg in die vierte Champions League Qualifikationsrunde: Richard Kitzbichler, der mittlerweile beim SV Kuchl gemeldet ist und bei Red Bull als Videoanalyst tätig ist, wird den Tennengauern im Herbst höchstwahrscheinlich nicht zur Verfügung stehen. "Nach der freitägigen Auslosung muss er sofort den nächsten Gegner beobachten. Wir rechnen erst im Frühjahr mit ihm", erklärt "Kitzis" Stiefbruder Stefl.
Quelle: salzburg24.at