Was ist “Fair Play” beim Sport?Ein schönes Wort und viele Vereine schmücken und rühmen sich damit, denn Fairness sollte doch oberstes „Gebot“ für Sportler und eine gewisse Vorbildfunktion für die „Kids“ haben.
Man weiß, dass es beim Sport sehr viele Regeln gibt und auch geben muss. Ob diese immer sinnvoll sind oder nicht, darüber lässt sich diskutieren.
Gerade wenn man in einem Verein spielt, egal ob Fußball, Rangeln, Tennis, etc. oder auch im freiwilligen Dienst wie bei der Freiwilligen Feuerwehr oder dem Roten Kreuz, gibt es Regeln an die man sich halten sollte. Jugendliche lernen vor allem Einsatzbereitschaft, das Unterordnen in einer Gruppe, die Kameradschaft und dass man sich fair und sportlich gegenüber anderen verhalten soll.
Am Sonntag fand das Meisterschaftsspiel des SV Raika Kuchl gegen den SV Wals-Grünau statt. Die Grünauer gewannen eindrucksvoll mit 3:0 und hätten das Spiel auch höher gewinnen können. Es war für die Zuschauer sicherlich ein äußerst attraktives Spiel bzw. vermutlich nur für die Grünauer Fans. Es war ein faires Fußballspiel und der „Bessere“ hat eindeutig gewonnen.
Nach dem Tor des 16-jährigen Supertalentes Michael Prötsch bemerkten die Funktionäre des SV Raika Kuchl, dass der Spieler nicht auf dem Spielbericht aufschien.
Somit war das faire Fußballspiel verloren, da eine „Regel“ nicht eingehalten wurde. Ob diese Regel sinnvoll ist oder nicht ist dahingestellt.
Michael Prötsch ist ein Eigenbauspieler des SV Wals-Grünau und spielt seit ca. einem Jahr regelmäßig in der Kampfmannschaft und das wissen Trainer anderer Vereine, Funktionäre und vor allem der wegen des finanziell besseren Angebotes vom SV Wals-Grünau zu SV Raika Kuchl gewechselte Kamil Cetin.
Nach dem verlorenem Spiel bestand nun für den SV Raika Kuchl eine einmalige Chance das Spiel am grünen Tisch doch noch mit 3:0 zu gewinnen. Ob die Funktionäre dabei auch an „Sportlichkeit“ und „Fairness“ gedacht haben?
Haben die Grünauer „fies“ gespielt, mit Härteeinlagen das Spiel beeinflusst, oder gar einen Spieler eingesetzt der gesperrt war? Nein nichts von allem den, aber „trotzdem“ war ein Spieler nicht auf dem Spielbericht. Wurde damit das Spiel beeinflusst, nein, aber es gibt ja die eine Regel und wenn man das Spiel aus sportlicher Sicht nicht gewinnen kann so besteht die Möglichkeit dieses am grünen Tisch zu gewinnen.
Hat der SV Wals-Grünau absichtlich einen Fehler gemacht um das Spiel zu beeinflussen, konnten sie sich einen Vorteil daraus schaffen? Diese Punkte müssen mit nein beantwortet werden, da es nicht zutraf.
Gilt „Fair Play“ nur für andere oder sollte man sich auch daran halten? Aber wieso eigentlich, denn die Mannschaft des SV Raika Kuchl benötigt unbedingt die „drei Punkte“ und der SV Wals-Grünau hätte sich ja nur an die Regeln halten müssen.
Na Gott sei Dank gibt es die Regel und ob es den Verantwortlichen des SV Wals-Grünau aufgrund dieses Fehlers „physisch und psychisch“ gut ging ist doch egal. Der SV Raika Kuchl machte gegen das Spielergebnis Einspruch.
Der SV Raika Kuchl hätte in diesem Spiel für andere Vereine, für Kids und Jugendliche die Möglichkeit und die einmalige Chance gehabt Vorbildfunktion zu übernehmen, dass im Sport auch „Fair Play“ zählt und danach auch gehandelt wird.
Welche Möglichkeit hätte der SV Raika Kuchl gehabt?
Das wäre eine Möglichkeit: “Das Spiel auf dem grünen Rasen haben wir verdienter Weise verloren, der Fehler der Grünauer hatte keinen Einfluss auf das Spiel und es wurde auch nicht mit unfairen Mitteln gekämpft. Wir verzichten auf einen Einspruch und gratulieren den Grünauern zum Sieg.“
Das wäre Größe gewesen und vor dem SV Raika Kuchl und ihren Funktionären hätte man den Hut ziehen müssen. Sie reden nicht nur darüber sondern sie handeln danach und für die Sponsoren wäre diese „Fair Play“-Aktion sehr beeindruckend und werbewirksam gewesen.
Leider war dies ein Wunschgedanke und der Traum platzte wie eine „Seifenblase“, da der SV Raika Kuchl zuviel Geld in „teure Spieler“ investierte. Dadurch steht der Verein unter hohen Erfolgsdruck und da vergisst man schnell dass es auch noch „Fair Play“ gibt.
Jeder Funktionär, Trainer, Sponsoren und die Fans sollten sich darüber eine eigene Meinung bilden.
Der Kommentar wurde vom Co-und Tormanntrainer des SV Wals-Grünau ohne Absprache mit den Funktionären verfasst und ist lediglich die persönliche Meinung.