Groß war der Druck, der vor dem SN-Spiel der Runde auf den Schultern der Grünauer Spieler lastete. Sollte doch diese Partie am Samstag gegen Tabellen-Nachzügler Thalgau zeigen, wohin die Reise der mit Routiniers gespickten Mannschaft aus Wals in der 2. Landesliga Nord geht. Nach der 3:0-Strafverifizierung der Partie gegen Kuchl und dem mühevollen 1:1 gegen Bergheim musste in Thalgau ein Sieg her, um nicht gleich zu Saisonbeginn alle Ambitionen auf den Meistertitel aufgeben zu müssen."Zu Spielbeginn merkte man der Mannschaft schon an, dass sie nervös war", sagte Grünau-Obmann Wolfgang Lott nach dem Kantersieg gegen Thalgau. "Aber die Spieler haben alles gegeben und ihre Klasse ausgespielt. Ich war begeistert von der Leistung. Meine Mannschaft hat am Fussballplatz die richtige Antwort auf die Vorfälle der vergangenen Wochen gegeben."
Auch nach zwei Wochen ist die Strafverifizierung der Partie gegen Kuchl noch heißes Diskussionsthema in Grünau. "Es war hart für den ganzen Verein, dass die Partie gegen Kuchl am grünen Tisch gegen uns gewertet wurde. Sportlich waren wir klar überlegen und siegten deutlich mit 3:0. Doch durch einen Formfehler (Michael Prötsch kam zum Einsatz, stand aber nicht auf dem Spielbericht. Anm. d. Red.) und dem Protest von Kuchl wurde die Partie strafverifiziert", sagte Lott und hofft, dass die Berufung gegen dieses Urteil positiv für den Verein ausgehen werde.
Für Grünau-Trainer Anton Schaupper ist dieses Thema jedoch längst abgehakt. "Jammern bringt uns nicht weiter. Wichtig war, dass wir gegen Thalgau wieder auf die Siegerstrasse gefunden haben." Zum Leidwesen von Thalgau-Coach Stefan Eiterer. "Bis zum 0:1 haben wir gut mitgehalten und haben uns gute Chancen herausgespielt. Da hätte ein Tor fallen müssen. Aber wir haben die Nervosität der Grünauer Defensive leider nicht ausnützen können. Nach dem Gegentreffer sind wir regelrecht auseinandergebrochen.Quelle: Salzburger Nachrichten