Freitag, 5. Juli 2013

Transferkaiser SV Wals Grünau – Michael Kalhammer im Gespräch

Michael Kalhammer
Der SV Wals-Grünau sorgte in der Sommerpause für ordentlich aufsehen, der gesamte Kader wurde komplett umgekrempelt. Nachdem die Kalhammer-Truppe erst nach dem Aufstieg des FC Liefering über den Klassenerhalt jubeln durfte, will man es anscheinend in der kommenden Saison wissen. Wir haben uns mit Trainer Michael Kalhammer über den Grünauer-Kaufrausch unterhalten.

13 Spieler neu – 9 sind weg
Gleich 13 Spieler wurden bisher neu unter Vertrag genommen, neun mussten den Verein hingegen verlassen. Laut Trainer Michael Kalhammer war diese große Spielerfluktuation auch der unsicheren Situation im Verein geschuldet. „Wir haben erst am letzten Spieltag gewusst dass wir in der Regionalliga bleiben. Jetzt haben wir versucht eine Regionalligataugliche Mannschaft auf die Beine zu stellen. Wir hatten zu wenig junge Spieler, die schon so weit sind. Einige Spieler haben sich schon früh entschieden den Verein zu verlassen, da sie unbedingt in der Regionalliga bleiben wollen und unserer Situation noch unklar war.“

Ivic-Zukunft unklar 
Umso größer war dann die Freude bei denjenigen die geblieben sind. „Grundsätzlich hatte Liefering ja den Auftrag aufzusteigen. Dass es am Ende so klar gegen den LASK über die Bühne geht, damit hätten sie wohl selbst nicht gerechnet. Wenn es nicht geklappt hätte, hätten wir auch nichts anders gemacht. Wir hätten auch für die Salzburgliga viele neue Spieler geholt. Deshalb waren die meisten Neuzugänge auch für beide Ligen bereit.“ Unklarheit herrscht weiterhin über einen möglichen Verbleib von Ilija Ivic, der nach einigen Probetrainings und anderen Angeboten wohl nicht mehr beim Verein bleiben wird. „Er möchte natürlich ins Profigeschäft. Für einen 19-jährigen ist es nicht einfach. Diesen Druck hat er bereits seit Winter, den Druck hat er sich aber auch selbst gemacht. Durch die Verletzung konnte er uns leider im Frühjahr nicht helfen. Ilija hat sich immer noch nicht entschieden und wir haben schon neue Stürmer verpflichtet, solange konnten wir nicht warten. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was Ilija jetzt macht und ob er noch einen neuen Verein findet. Vielleicht hat er da etwas zu hoch gepokert und viele Vereine zu lange hingehalten. Ich hoffe für ihn persönlich dass er noch einen Verein finden wird.“

Goudiaby als neuer Führungsspieler
Mit Landing Goudiaby findet sich auch ein sehr namhafter Neuzugang beim SV Wals-Grünau ein. Hinter dem 25-jährigen Senegalesen waren auch andere Westligisten oder höherklassige Vereine her. Mit dem neuen, verstärkten Kader will Kalhammer in der neuen Saison nicht mehr so lange um den Ligaverbleib zittern. „Wir haben die Weichen für einen längeren Verbleib in der Regionalliga gestellt. Die Mannschaft soll jetzt lange so zusammenbleiben, so ein Umbau ist nicht einfach und darf sich nicht nächstes Jahr wiederholen. Ich denke auch andere Mannschaften haben sehr gute Spieler geholt. Mit Leuten wie Goudiaby haben wir natürlich Glück gehabt, auch richtig starke Spieler zu bekommen. Wir wollen so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben und uns im Mittelfeld der Tabelle etablieren. Wenn wir einen guten Start erwischen, können wir das Ziel in der Winterpause ja vielleicht nach oben korrigieren, wir gehen jetzt aber einmal mit dem Ziel Klassenerhalt in die neue Saison.“

„Liga sehr ausgeglichen“
Generell geht Kalhammer in der neuen Saison von einer ausgeglichenen Liga aus: „Ich muss ehrlich sagen ich kann die Aufsteiger noch nicht so einschätzen. Ich kann hier nur von uns sprechen. Da glaube ich schon, dass wir stärker und ausgeglichener geworden sind. Neumarkt hat wieder viel umgebaut und neue Leistungsträger installiert. Die Liga ist sicher besser geworden, viele Mannschaften haben schon noch ein wenig zugelegt, obwohl man natürlich immer abwarten muss, wie sich die Neuzugänge dann präsentieren. Ich glaube aber auch, dass es keinen Verein wie Pinzgau mehr geben wird, der von Anfang an hinten nach läuft. Fünf bis sechs Mannschaften werden sich wohl vorne absetzen, der Rest wird vielleicht bis zum Schluss kämpfen.

Cup-Heimspiel zum Start
Doch noch bevor die Meisterschaft beginnt, steht die erste Cuprunde auf dem Programm. Dem SV Wals-Grünau wurde dabei der SKN St. Pölten zugelost, gespielt wird am Freitag, 12. Juli um 19 Uhr. „St. Pölten ist ein vermeintlich unspektakuläres Los aber ein sehr starker Gegner. Für uns war es super ein Heimspiel zu bekommen und gegen einen höherklassigen Gegner zu spielen. Vielleicht können wir sie ein wenig ärgern, in erster Linie wird es für uns aber ein super Test vor der Saison. Zum Glück müssen wir nicht irgendwo hin ins Burgenland fahren.“, sieht Kalhammer die Vor- und Nachteile dieser Auslosung.

Quelle: regionalliga.at / Foto: WSU13