Sonntag, 2. Juni 2013

Wals-Grünaus „unwürdiger Saisonabschluss“

Zum Saisonabschluss setzte es für
Poldlehner & Co eine 1:5-Niederlage.
Sportlich ist der SV Wals-Grünau mit dem 1:5 Debakel gegen den FC Kufstein abgestiegen. Weil sich das Abstiegs-Wirrwarr erst nach Saisonende auflöst, hängt der Verein in Sachen Liga-Planung aber noch in der Luft.

„Das war kein würdiger Saisonabschluss“, meinte Wals-Grünau-Trainer Michael Kalhammer, nach dem 1:5 gegen den FC Kufstein am Samstag. Den großartig aufspielenden Tirolern hatten die Abstiegsaspiranten wenig entgegenzusetzen. Schon nach vier Minuten ging Kufstein durch Emre in Führung.

Wals-Grünau in Rückstand
„Das Problem war, dass wir wussten, dass wir angreifen müssen. Wenn du dann nach vier Minuten das 0:1 kriegst, wollen die einen noch mehr andrücken, die anderen ziehen sich zurück“, geht Kalhammer im Gespräch mit S24.at auf das Problem ein. Fakt ist: Echte Chancen konnten sich die Grünauer nicht herausspielen, während die Gäste vor allem vor der Pause noch erhöhen hätten können.

„Katastrophale Frühjahrssaison“
Die zweite Hälfte startete mit einem kurzen Aufflackern von Wals-Grünau, Angerer und Erlacher tauchten aussichtsreich vorm gegnerischen Tor auf. Wenig später kam das 2:0 aus Gästesicht (Emre, 49.). Der Rest ist Geschichte. Die Fakten wollen wir aber nicht vorenthalten: Kögl erhöht auf 0:3 (56.), Unterrainer macht das 0:4 (66.), Mayerl fälscht den Ball zum 0:5 ab (87.). Dass Heidlmayr auf 1:5 verkürzte (90.), wirft kein besseres Licht auf das Spiel von Wals-Grünau. „Wir hatten einfach eine katastrophale Frühjahrssaison“, so Coach Michael Kalhammer. Sportlich ist sein Team abgestiegen. In welcher Liga es in der kommenden Saison an den Start geht, stellt sich aber erst heraus.

Zukunft: In welcher Liga?
Normalerweise steigen die letzten drei Teams der Regionalliga ab, Wals-Grünau liegt (unter anderem weil Andelsbuch gegen Neumarkt verlor) auf dem 14. und drittletzten Platz. Dezimiert sich die Liga um eine Mannschaft, haben die Flachgauer den Klassenerhalt gewonnen. Dazu gibt es unterschiedliche Szenarien, die von drei Mannschaften abhängen: Schafft der FC Liefering gegen den LASK den Aufstieg in die Erste Liga? Steigt der FC Lustenau in die RLW oder auf Landesebene ab? Wird die Amateurmannschaft von Wacker Innsbruck aufgelöst (im Raum stehen Spielgemeinschaften mit Wattens oder Schwaz)? Nach der Einschätzung von Michael Kalhammer wird der FC Lustenau in die Regionalliga kommen, in der Causa Innsbruck stünden die Vorzeichen auf Fusion mit Schwaz, meinte er. Somit würde der Grünauer Klassenerhalt wieder am FC Liefering hängen.

„Stärker in die nächste Saison“
Für den Verein eine äußerst unangenehme Situation. „Die Spieler wollen natürlich wissen, in welche Liga sie antreten werden“, so Kalhammer. Sechs Abgänge sind zu kompensieren (Kreuzwirth, Heidlmayr, Erlacher, Söhnlein, zwei weitere werden noch nicht genannt). Trotzdem konnten schon sechs Neue verpflichtet werden: Schachner, Schmied, Pichler, Munter, zwei weitere sind ebenso noch geheim. „Ich bin mir sicher, dass wir stärker in die nächste Saison gehen“, gibt sich Kalhammer positiv – und hofft, mit dem Relegations-Rückspiel am 6. Juni zu wissen, in welcher Liga er seine Jungs in der Saison 2013/14 an den Start schickt.

Quelle: salzburg24.at / Foto: WSU13