Samstag, 4. Mai 2013

Zwei Salzburger auf Abschiedstour

Abstiegskampf. Für den FC Pinzgau und Grünau gibt es kaum noch Hoffnung in der Fußball-Westliga.

Sechs Runden sind in der Regionalliga West noch zu spielen. Für zwei Salzburger Teams wird das Saisonfinale zur Abschiedstour. Sowohl für den Tabellenletzten FC Pinzgau als auch für den Vorletzten Wals Grünau wird es immer enger im Kampf um den Klassenerhalt.

Beide müssten jetzt eine Siegesserie starten, doch daran glaubt nach den Leistungen der vergangenen Wochen kaum jemand. Dazu kommt, dass im schlimmsten Fall vier Absteiger zu befürchten sind.

Dieses Worst-Case-Szenario tritt ein, wenn der Westliga-Meister das Relegationsduell gegen den Meister der Regionalliga Mitte nicht gewinnen sollte und damit nicht zum Aufstieg berechtigt ist und der insolvente FC Lustenau nicht in den Vorarlberger Landesverband, sondern in die Westliga absteigen sollte. Derzeit sieht alles danach aus, dass die Lustenauer die Saison in der Ersten Liga zu Ende spielen können. Damit erfüllen sie auch die Voraussetzungen, um in die Westliga einzusteigen.

Sollten vier Teams absteigen müssen, wären neben dem FC Pinzgau und Grünau auch Hard und Andelsbuch betroffen. Auf den rettenden zwölften Platz fehlen Grünau bereits zehn Punkte, für die Pinzgauer sind es sogar 16 Zähler. Mit Punktezuwachs an diesem Wochenende ist wohl nicht zu rechnen: Grünau trifft heute, Samstag (14 Uhr), daheim auf die Spielgemeinschaft Anif/Red Bull Juniors, der FC Pinzgau empfängt den aufstrebenden TSV St. Johann (16 Uhr), der zuletzt Siege über Tabellenführer FC Liefering (2:1), Kufstein (2:0) und die Wacker Innsbruck Amateure (2:0) feiern durfte.

Pinzgau-Trainer Michael Steiner klammert sich an den letzten Strohhalm: „Rechnerisch ist es noch machbar. Aber klar, wenn man solche Spiele wie jetzt gegen St. Johann nicht gewinnt, ist es okay, wenn man einmal eine Liga weiter unten spielt.“ Unter Steiner haben die Saalfeldner, die bis dahin zwei Punkte aus 14 Spielen geholt hatten, immerhin einen deutlichen Aufwärtstrend gezeigt, für den Klassenerhalt kommt dieses Aufbäumen aber wohl zu spät. „Der FC Pinzgau ist von der Struktur breit aufgestellt, von daher ist es aus meiner Sicht auch kein Weltuntergang, wenn wir in die Salzburger Liga absteigen. Dort können wir die Jungen an die Mannschaft heranführen“, erklärte Steiner, der in Saalfelden noch eine Vereinbarung für eine weitere Saison hat.

In Grünau hadert Trainer Michael Kalhammer mit dem Schicksal. Am Dienstag setzte es im Kellerduell gegen den FC Pinzgau durch einen „Lucky Punch“ in der 93. Minute eine 0:1-Pleite. Zudem fehlt ihm seit zwei Wochen mit Winterneuzugang Christian Feurstein (Kreuzbandriss) eine wichtige Teamstütze. „Das alles ist natürlich sehr bitter für uns“, sagte Kalhammer, der sich aber in Durchhalteparolen übt. Immerhin sind immer noch sechs Runden zu spielen . . .

Quelle: Salzburger Nachrichten