Der SV Wals-Grünau rüstete in der Sommerpause kräftig auf.
Während sich die meisten Vereine der Salzburger Liga in der Sommerübertrittszeit mit spektakulären Neuverpflichtungen zurückhielten, wurde die Mannschaft des letztjährigen Aufsteigers SV Wals-Grünau kräftig umgebaut. Mit Sadat Hamzic, Fatih Yüksel, Quirin Söhnlein, Philipp Heidlmayr, Matthias Brunauer, Manuel Neumayr, Benjamin Taferner und Christopher Ruprecht stießen gleich acht namhafte Spieler zum Team. Von der Favoritenrolle will Neo-Trainer Rene Pessler, der im Sommer vom SAK zu den Walsern wechselte, dennoch nichts wissen: "Von den Neuen sind nur Sadat Hamzic und Fatih Yüksel gestandene Spieler, der Rest sind Junge, die in der letzten Saison gut gespielt haben. Man muss aber erst abwarten, wie sie sich weiterentwickeln. Vom Meistertitel will ich nicht sprechen, unser Ziel ist ein Platz unter den ersten drei."
Durch gute Testspielergebnisse ließen die Walser in der Vorbereitung bereits aufhorchen: So wurde unter anderem Westligist Seekirchen mit 4:3 besiegt. Vor allem vom Neuzugang Hamzic, den man von Erstligist Grödig verpflichtete, erwartet sich Pessler einiges: "Er nimmt eine zentrale Rolle in unserem Spiel ein und muss die Jungen führen. Man muss erkennen können, dass er der Chef auf dem Platz ist."
Ein Einbruch wie in der Rückrunde der vorigen Saison soll in der neuen Spielzeit vermieden werden. "Ich musste die Spieler nach dem schwachen Frühjahr aufbauen und ihnen wieder Spaß am Fußball vermitteln", erklärt Pessler, der in der Vorbereitung nur mit dem Ball trainieren lässt und auf eintönige Laufeinheiten verzichtet. Auch Teambuilding hat einen Platz in seinem Konzept: Um aus seiner neu formierten Truppe schnell eine Einheit zu formen, schob Pessler ein dreitägiges Kurztrainingslager im Pongau ein. Mit offensiver Spielweise will der neue Trainer viele Siege einfahren. Die Favoritenrolle schiebt er Eugendorf zu. "Sie haben eine eingespielte Mannschaft und viel Qualität im Team. Bei uns ist der Aufstieg erst für die nächste Saison geplant." Wenn es schon früher so weit ist, wird sich in Wals-Grünau aber niemand beschweren.
Quelle: Salzburger Woche - Fussball in Salzburg / Foto: SV Wals-Grünau