So schnell kann's gehen: Während die Südmannschaften eine Pfingstpause einlegten und die anschließende 24. Runde nicht eine einzige Verschiebung in der Tabelle brachte, spielte die 2. Landesliga Nord gleich zwei Durchgänge, die schließlich Kuchl von der Spitze stürzten und Wals-Grünau den Titel einbrachten. Ausschlaggebend dafür waren zwei Patzer der Tennengauer innerhalb von nur 75 Stunden. Einem 2:2 am Mittwoch in Berndorf folgte Samstags ein 1:2 in Bergheim, das alle Titelträume platzen ließ.Die Tabellenführung der 2. Landesliga Nord hatte Grünau schon am Pfingstsonntag mit einem 2:0-Sieg in Obertrum erobert. Der wahre Wert des Sieges stelle sich aber erst drei Tage später heraus, als Kuchl mit einem 2:2 in Berndorf nicht nachziehen konnte und erstmals seit der achten Spielrunde seine Tabellenführung nicht nur für ein paar Stunden abgab. Nun lag vor der 25. Runde plötzlich Grünau mit zwei Punkten voran. Während sich die Walser Kicker von der neuen Rolle beflügeln ließen, zeigte sich der gestürzte Tabellenführer angeschlagen. Am Samstag setzte es dann den Todesstoß, als Bergheim in der 90. Minute noch der Treffer zum 2:1-Sieg gelang. Aber auch ohne dieses späte Tor hätte Kuchl in der letzten Runde auf die Schützenhilfe von Grödigs 1b hoffen müssen. So blieb für Trainer Herbert Moser der späte Berndorfer Ausgleich im Mittwochsspiel der „echte Knackpunkt“. Auf Grünaus Feier des titelbringenden 3:0-Heimsieg über Strobl waren der neuerliche Kreuzbandriss bei Michi Prötsch, die Rücktrittsankündigung von Ti Hoang und die mit einem weiteren Hattrick in Griffweite gerückte Schützenkrone für Jasmin Hamidovic. Einen (wenn auch noch nicht endgültigen) Positionstausch gab's übrigens auch am unteren Tabellenrand. Hier reichte Plainfeld dank eines 1:1 Remis gegen Adnet die Rote Laterne an die in zwei Spielen punkte- und torlos gebliebenen Thalgauer weiter.
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