Ein Nachspiel hat das Spitzenspiel der 2. Landesliga: Der SV Grünau gewann die Partie der beiden Titelkandidaten gegen Kuchl zwar klar mit 3:0, setzte aber einen Spieler (Prötsch) ein, der nicht auf dem Spielbericht gestanden ist.Die Kuchler bemerkten den Fehler und legten einen Einspruch ein. Ob das Spiel strafverifiziert wird, entscheidet der Strafausschuss des Salzburger Fußballverbandes am Mittwoch.
„Die Grünauer haben hochverdient gewonnen, nur haben sie leider einen Fehler gemacht und natürlich nutzen wir unser Recht“, erklärt Kuchls Sportlicher Leiter Gernot Stefl. Die Kuchler bemerkten den Fehler erst als Michael Prötsch das 1:0 schoss. „Unser Platzsprecher fragte dann bei den Grünauern nach, wer der Spieler ist, da er nicht auf dem Spielbericht stand. Hätte er kein Tor geschossen, wäre es vielleicht gar niemanden aufgefallen“, klärt Stefl auf.
Die Grünauer sind sich keiner Schuld bewusst. „Wir haben den Spieler ordnungsgemäß in die Online-Aufstellung hineingezogen, warum er dann nicht mehr drinnen war, ist uns schleierhaft“, sagt Grünaus Sportlicher Leiter Hans Peter Bauer.
Laut SFV-Statuten müsste das Spiel 3:0 für Kuchl gewertet werden. Bei einem gleichen Fall in der letzten Saison wurden dem SSK in der 21. Runde die drei „gewonnenen“ Punkte nachträglich wieder aberkannt und der Bergheimer 1b zugesprochen. Und es könnte noch dicker für die Grünauer kommen: Dem SSK wurden in der letzten Saison nicht nur die Punkte aberkannt, sondern es folgte auch noch ein Rückreihung bei Punktegleichheit. Somit würde die Tordifferenz völlig wertlos werden.
Quelle: salzburg24.at