Montag, 27. Mai 2013

Grünauer werden zu Liefering-Fans

Michael Kalhammer & sein Team
drücken FC Liefering die Daumen
Es ist zugegeben eine skurrile Situation: Der FC Liefering kürte sich am Freitagabend mit einem 3:0 Derbysieg gegen Grünau vorzeitig zum Meister in der Fußball-Westliga. Mit dem FC Pinzgau Saalfelden steht auch bereits ein Absteiger fest. Doch ob die Saalfeldener die einzigen Absteiger sind oder doch noch zwei weitere Vereine in der nächsten Saison eine Liga tiefer um Punkte kämpfen werden, steht in den Sternen. Fakt ist: Grünau-Coach Michael Kalhammer weiß wohl erst am 6. Juni, in welcher Liga er in Zukunft auf der Trainerbank sitzen wird.

Einem Roulettespiel gleicht die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag: Der Sanierungsplan des finanziell angeschlagenen Erste-Liga-Absteigers FC Lustenau wurde von den Gläubigern angenommen. Damit dürften die Lustenauer in der Saison 2013/14 in der Westliga antreten – doch sie wollen gar nicht. Der Ball liegt jetzt beim Vorarlberger Fußballverband, der das letzte Wort in dieser Causa hat.

Waren Grünau und Liefering am vergangenen Freitag im Derby für 90 Minuten erbitterte Feinde, so drücken Kalhammer und Co. nun den Lieferingern die Daumen. Denn ein Aufstieg des Westliga-Meisters in der Relegation am 3. und 6. Juni würde die Chancen auf den Ligaverbleib enorm erhöhen, weil es dadurch einen Absteiger weniger gäbe. Außerdem hält sich das Gerücht, dass die Wacker Innsbruck Amateure keine eigene Mannschaft mehr stellen, sehr hartnäckig.

Jetzt liegt es an Grünau-Trainer Michael Kalhammer, seine Mannschaft trotz der unsicheren Ausgangslage für die letzte Runde gegen Kufstein zu motivieren. Denn eines ist klar: Können die Grünauer Andelsbuch auf Distanz halten, lebt die Chance auf den Klassenerhalt selbst nach dem eigentlichen Saisonende.

Quelle: S/N / Foto: WSU13