„Es ist schon sehr viel für uns gelaufen“, gab Wals Grünau Trainer René Pessler gegenüber SALZBURG24 zu. „Aber wir haben sehr hart für den Sieg arbeiten müssen“, so der Coach weiter. Dornbirn trat als die reifere Mannschaft auf, hatte mehr vom Spiel. Das war keine Überraschung, immerhin sind die Vorarlberger ein etablierter Top Klub in der Regionalliga. In der ersten Minute hatten die Gäste die erste große Chance, Grünau-Schlussmann Kreuzwirth konnte ablenken. Elf Minuten später brachte der torstarke Ilija Ivic die Grünauer Hausherren in Führung.
Ausgleich war „typisches Grünauer Tor“
Nicht alles lief bei dem Match für Wals-Grünau. Der Ausgleich zum 1:1 durch Dornbirn etwa war ein Treffer, den Pessler als „typisches Grünauer Tor“ bezeichnet. Ein Schuss von Dejan Stanojevic wurde abgefälscht und schlug unhaltbar im Gehäuse des Salzburger Teams ein (18.). In der zweiten Hälfte fiel auch noch Ivic mit Leistenproblemen aus – bis dahin laut Pessler einer der aktivsten.
Wals-Grünau: Gelb-rot nach Torjubel
Die Flachgauer ließen sich trotzdem nicht unterkriegen. Erlacher zog einmal knapp vorbei, der Ball landete im Außennetz, um wenig später den Ball im Dornbirn-Tor zu versenken und den Sieg für den SV Wals-Grünau zu besiegeln (83.). Detail am Rande: Erlacher zog beim Torjubel sein Trikot aus und kassierte prombt gelb-rot. Die spielerische Überlegenheit von Dornbirn haben die Hausherren „durch Kampf und Einsatz wettgemacht“. Die Spieler hätten alles gegeben, meinte Pessler: „Nach dem Match war die Mannschaft stehend KO, ich glaube die sind alle um neun ins Bett gegangen.“
Ein Sieg für die Motivation
Der Sieg war wichtig für die Regionalliga-Neulinge. Zum Einen für die Motivation der Mannschaft. Zuletzt kassierte man in zwei Spielen neun Gegentreffer. Zum Anderen, um punktemäßig dran zu bleiben. Die direkte Konkurrenz um die Mittelfeld-Plätze, Seekirchen und Hard, nahm am Wochenende ebenfalls drei Punkte mit. Dazu geht es im nächsten Match gegen Tabellenführer Austria Salzburg. „Da ist im Normalfall nix zu holen“, lautet die realistische Einschätzung vom Mann auf der Wals-Grünau-Trainerbank.
Quelle: salzburg24.at / Foto: WSU12