Dass sich Manuel Neumayr in Grünau wohlfühlt, hat er mit zehn
Treffern in drei Cuppartien bereits eindrucksvoll belegt.
Zwei Wochen nach den Regionalligisten starten morgen endlich auch die Salzburg Ligisten in ihre neue Saison. Nach dem Aufstieg von Saalfelden wird die Favoritenrolle heuer gleich auf mehrere Schultern verteilt, wobei keine Mannschaft den Meistertitel als Saisonziel ausgeben will.
So erklärt etwa Eugendorf Trainer Heinz Zanner lediglich: „Wir wollen wie schon in den letzten drei Jahren wieder ins vordere Drittel kommen, die Top-5 sind sicher realistisch.“ Positiv stimmt ihn dabei, dass die Vorbereitung heuer fast verletzungsfrei verlaufen ist. So falle ihm lediglich Neuzugang Marc Gillhofer nach einer Schulter OP für die gesamte Hinrunde aus. „Sonst sind immer noch mehr Verletzungen passiert, da heißt es auf Holz klopfen“, erläutert Zanner, für den der Titel zwar „immer ein Thema“ ist. „Aber wir müssen nicht Meister werden, wir haben ja auch nicht so viel eingekauft wie etwa die Grünauer.“
Dort weiß Trainer Rene Pessler freilich, dass die Einkaufspolitik des Vereins die Erwartungen an seine Truppe nach oben geschraubt hat. „Wir haben uns gut verstärkt, deshalb sehe ich uns auch als Mitfavoriten an“, gibt der neue Grünau Coach zu. „Dass uns andere deshalb zum Titelfavoriten machen, damit müssen wir leben.“ Offiziell sind lediglich die Top-3 als Saisonziel ausgegeben, inoffiziell hoffen aber viele Vereinsfunktionäre, dass Wals-Grünau (nach mehreren vergeblichen Anläufen) endlich reif für den Meistertitel ist. „Die Voraussetzungen sind gegeben, aber da müssen viele Faktoren zusammenspielen“, meint dazu Pessler: „Vielleicht ist es noch ein Jahr zu früh.“ So wie für ihn auch der Meisterschaftsstart am Samstag in Grödig etwas zu zeitig kommt. „Durch den Landescup haben wir uns an drei Wochenenden keine starken Gegner aussuchen können“, meint der Walser Feldherr und verweist auf letzten Sonntag. „Da haben wir gegen die U18 von Red Bull gespielt und 2:4 verloren – wir brauchen noch ein bisschen Zeit.“
Die hat Grünau aber nicht, steht doch zum Auftakt gleich der Schlager gegen den zweiten großen Favoriten Grödig 1b auf dem Programm, wo allerdings Manager Christian Haas heuer nur „nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben“ will. Aufsteigen kann die Erste Liga Reserve ja ohnehin nicht, deshalb soll die Entwicklung des Nachwuchses im Vordergrund stehen.
Keine großen Ambitionen haben auch die beiden Mitaufsteiger Golling und Abtenau, die beide lediglich die Klasse halten wollen. So wäre etwa „Platz 9 oder 10“ für Golling Trainer Herbert Hofer „ein Traum“ – und das trotz der starken Vorbereitung mit einem Sieg über Anif und einem Remis gegen die Austria sowie 23 Toren in drei Landescup Partien. Weniger gut lief es bisher für Altenmarkt, das unter Trainer Patrick Meier nach dem Durchmarsch aus der 1. Klasse nun in der Salzburger Liga eine Verschnaufpause einlegen will.
Quelle: SVZ / Foto: Krug